Lukas Kesler wurde 1989 in Berlin geboren und ist Szenograf & Bildhauer. In Berlin studierte er zunächst Architektur und schloss daruf hin seinen Master in Szenografie ab. Seit 2019 arbeitet Lukas Kesler zwischen den Produktionen am Theater, in der Werkstatt des Steinmetzes Matthias Heinz und setz Grabsteine auf Berlins Friedhöfen und seine eigenen Arbeiten an Un-Orten in ganz Deutschland. Als Szenograf arbeitet Lukas Kesler für das Schauspielhaus Gras, dem PMM in Minden, das Theater Aachen, der Deutschen Oper, dem HAU Berlin, das Theater Paderborn und der Festspiele am Plötzensee.
LONG GOODBYE
Scenografie für eine Audio Installation im HAU, 15min
von Amar Halilovic & Clara Heinrich
Podest mit 3 Schichten Schafswolle, Holzwände mit Teppich bezogen & ein leuchtendes Scharf
Produktion: Showcase Beat Le Mot
Hebbel am Ufer, HAU1, Berlin
Dezember 2024 - Januar 2025
Photos: Amelie Amei
Video: Cajus Kesler
Ein Eingang zur Tribüne im Ostflügel des Theaters ist mit einer 2x2x3 Meter großen, offenen Box verbaut. Darin befindet sich ein passgenaues Podest, dessen Boden mit drei Schichten kardierter Schafwolle ausgelegt ist. Die Holzwände sind mit weißem Teppich bezogen. In der Mitte liegt ein in sich leuchtendes Lamm. Die Gäste betreten den kleinen Raum und hören die Audioarbeit des Musikers Amar Halilovic und der Autorin Clara Heinrich. Begleitet von einer 15-minütigen, musikalischen Komposition, sprechen beide abwechselnd über ihren Alltag und zitieren aus eigenen sowie verwandten Texten. Die Installation läuft in Schleife und ist Teil einer Reihe von Arbeiten, die vom Kollektiv Showcase Beat Le Mot zusammengetragen wurden. Der etwa einstündige Abend trug den Übertitel „Raven“ und befasste sich ausschließlich mit der Krankheit ME/CFS. Alle beteiligten Künstler:innen sind unmittelbar oder indirekt von der Krankheit betroffen.
BLUTMOND
Szenografie & Konzept, NOG, Seebühne, Music Festival
mit Hannes Hehemann
Licht: Luis Löffler & Tobias Fricke
Laser: Elias Asisi
Grünefeld, 19.07.2024 - 21.07.2024
30 Jahren Nation of Gondwana. und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Besucher:innen sowie die Künster:innen gemeinsam auf die Bühne zu holen. Gemeinsam vor einen 4m hohen & roten Vorhang stehen sie zusammen auf der Terrasse des Lager-Bungalows. Der Vorhang ist knapp 60m Lang und ist hinterleuchtet. Das Material besteht aus roter Baugaze (160 g/m²) mit einer Maschengröße von ca. 1x2mm.
Über den restlichen Besucher:innen schwebt eine im Durchmesser 4m große Mondscheibe. Sie ist mit dem selben Material bespannt. In der Mythologie steht er sinnbildlich für eine nahende Veränderung und die Wiedergeburt.
Technisch ist er mit 6mm Drahtseilen überkreuzt von den umlegenden Bäumen abgespannt. Ausgestattet mit einem kugelgelagertem Wirbel, dreht sich der Mond sanft vom Wind allein. Auf dem Mond tanzen die Pyonen mithilfe eines lichtstarken Lasers, welcher auch bei Tageslicht sichtbar ist.
Im Fall von extremen Wetterbedingungen sind die Beschläge so gewählt worden, dass das Herablassen des Mondes auch während des Betriebs durchgeführt werden kann.
Der gesamten Tanzbereich ist umkesselt von mehreren treppenartigen Terrassen, die das offene Wurzelwerk der Bäume überbaut und ebenfalls hinterleuchtet ist.
Szenografie für das Theater Aachen
Premiere 25.05.2024
Spielzeit 24/25
Kostüme: Anna Philippa Müller
Regie & Text: Stuhler Koslowski
Photos: Amelie Amei Kahn-Ackermann
Eine Tasche, eine Hütte, ein Salon. Mitten auf einer verschneiten Lichtung liegt der Salon direkt an einem zugefrorenen See. Er ist 7x7m groß im Grundriss. Über eine Veranda gelangt man in das Innere des Salons. Direkt in der Küche mit großen Ofen und einen Kamin der keine Ende findet. Im Wohnzimmer steht ein schwarzer trauriger Esstisch mit schwarzen Hockern. Am Wohnzimmer vorbei geht es in das Schlafzimmer. Siebener Hochbett, ein Bett zu wenig. Der Salon steht auf einer Drehbühne. Eine 5x7m große Gaze bespannt eine Seite des Daches. Die Gaze besteht aus naturbelassenen Voile und wird auch als Projektionsfläche genutzt. Beleuchtet man wiederum das innere des Hauses, gewehrt es ein gedämpften Blick in den Salon. Vor dem Salon führt ein kleiner Steg in den See hinein. Abgestorbene Bäume, fest im See verfroren
Der Horizont ist mit einer weißen Opera für Rück-Pros verhangen. Direkt davor eine schwarze Gaze, um die Opera in Dunkelheit zu versetzen, wenn sie nicht bespielt wird. Eine weitere schwarze Gaze im Zug Null wird als Auf-Pro verwendet. Zusammen mit der Schalldecke und der Live-Kamera taucht man tiefer in den Salon hinein und verliert sich in der Einrichtung und den Gesichtsausdrücken der Spieler:innen.
EXT. VERSION: THE FLYING DUTCHMAN
Scenografie für die Deutsche Oper Berlin
11.11.2023
Regie: Jan Koslowski
Fotos: Amelie Kahn-Ackermann
Für die 10h Veranstaltung in der Tischlerei der Deutschen Oper, entwickelte Lukas Kesler einen Ort der zehn verschiedene Performances eine Bühne bat. Im Mittelpunkt ein 7x12 m großer, beige farbender Teppich. Ein Strand auf dem alles stattfand und wie in Sand gemalt, konnten Elemente aus dem Teppich mit Klettverbindungen herausgenommen werden. Am Kopfe des Strandes ein Erhöhung für die Musiker:innen und ein Rückprojektion, welche auch als riesige Leuchtwand verwendet wurde. Die Tribüne war U-förmig um den Teppich angeordnet, zum Teil wurde dem Publikum angeboten, sich auch auf dem Teppich aufzuhalten können. Der Abend bot Konzerte, Theaterstücke, Performances und Lesungen.
2-4-1 BUNGALOW
Szenografie & Konzept, NoG Festival, Waldbühne
w/ Carlotta Meyer & Hannes Hehemann
Grünefeld, 21.07.2023 - 23.07.2023
Für das zweite Jahr der Waldbühne der Nation wurde das Lager-Bungalow des Geländes mit Ring-Gerüsten nachgebaut und innen mit einer weißen Baugaze (160 g/m²) bespannt. Die Eingänge und Fenster wurden gemäß des Originals ausgespart. Die Gaze steigt entlang der Dachkante von 2,70m auf 3,00m an. Das Innenmaß beläuft sich auf 13x15m mit drei Türen, zwei Fenstern und einer Tür zum Backstage. Die Wand ist 50cm stark. Die Bäume des Waldes wurde integriert und umbaut. Ausschließlich die Bühne ist mit einem flachen Keder-Dach verdeckt und an der Oberkante des Gerüstes befästigt. Außen wird das Bungalow von einer L-Förmigen Sitzbank umrahmt. Das Lichtkonzept wurde mitentworfen und wurde von Moe Nagasi & Nick Balaklo gefahren. Durch eine besonders helle Beleuchtung im Inneren konnte von außen in das Bungalow hineingeschaut werden. Das Fassungsvermögen im Inneren waren ca. 800 Personen. Getanzt wurde innen und außen.
Öffentliche Skulpturen, 105x95cm, roter Sandstein
Waldstadt, Karlsruhe, 09.10.2022
Für die Ausstellung A Place in the Woods wurden Lukas Kesler ehemals verbauter, roter Sandstein von einem Abriss zur Verfügung gestellt. Unter den Augen der im Wald installierten Kamera des Ausstellungsraumes, befreite er den Stein zunächst von alter Farbe und ehemaligen Ausbesserungen. Anschließend schlug er 16cm große Aussparungen in beide Enden der Steine. Diese wurden dann nahezu Ebenerdig und in sich greifend im Boden vergraben. Ähnlich wie seine bisherigen Arbeiten im öffentlichen Raum, wurde der Roten Rahmen so platziert, dass dieser nicht klar als eine neu gesetzte Arbeit erscheint.
HAPPY BIRTHDY
Performance & Audio Installation, 33min
St. Georgen Kirche, Wismar, 01.10.2022 - 30.10.2022
In einer repetitiven Soundaufnahme setzen sich Lukas Kesler und Olga Hohmann mit dem Archiv aller in der Wismarer Werft gebauten Schiffe auseinander. Die gesamte Liste der Schiffe wird in einer Art klagendem Choral vorgetragen, ein Requiem für die, in verschiedenste Kontinente verabschiedeten, Schiffe. Die Namen der jeweiligen Schiffe werden chronologisch nacheinander von Olga Hohmann aufgesagt.
Begleitet wird dies mit der Melodie von Viel Glück & viel Segen, in verschiedenen Tonlagen & Tempi. Die ohnehin profanierte Kirche erfährt in der Umdeutung der einem bekannt scheinenden Melodie eine Art Umweihung (anstelle einer Entweihung).
Dazu stellt Lukas Kesler mit fünf verschieden Tonhöhen aus einer ordinären Flaschenorgel das Hupen der benannten Schiffe nach. Mit den Geräuschen, die bei dem Pusten in die Wasserflaschen entstehen, auch eine Art Bezugnahme auf die fehlende Orgel de St. Georgen Kirche.
Die Arbeit ist als Audio-Installation mit nur zwei Geräuschquellen im Raum eingerichtet. Der Gesang und das Pfeifen der Flaschen überlagert sich repetitiv zu einer tragischen Kakophonie und greift in verschiedener Intensität in den gesamten Kirchenraum. Aus einer Nischen hinter einem Grabsteine ertönt mit klarer Stimmte chronologisch die Liste de erbauten Schiffe. Die 33 minütigen Arbeit pausiert im Anschluss für eine halbe Stunde.
Zu der Eröffnung der Ausstellung Auf Sicht Fahren von Katharina Hohmann wurde die Arbeit live aufgeführt.
Motor, 31x8x8cm
2322 Büro, 14.09.2022 - 18.09.2022
Der drehende Deckel der Flasche unterscheidet sich recht stark zu den letzten Arbeiten von Lukas Kesler, ist jedoch mit dem Ursprung seiner ersten öffentlichen Arbeit mehr verbunden, als die Arbeiten aus Lehm, Stein oder Beton. Die Idee stammt aus dem Jahr 2017 und zeigt einen nervösen Deckel der immer weiter in die geöffnete Richtung der Flasche dreht. Der Deckel wird von einem 6V Getriebemotor mit 10 Umdrehungen/Minute gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Der Motor hängt im Flaschenkopf. Das Stromkabel verläuft durch das Innere der Flasche hinaus an einen einen 4xAA-Batterieschuh mit Ein- & Ausschalter.
4er PAVILLON
Szenografie, BMA Festival, Schlossbühne
Schloss Broock, 18.08.2022 - 21.08.2022
Im zweiten Jahr des BMA Festivals wurde für die deutlich größere Bühne von einem offenen Pavillon überdacht. An dem rundum 3,5m auskragenden Dach hingen 3m lange Lichtgraue Taft-Stoffstreifen hinunter. Die 1m breiten Streifen (Plasmaschnitt) wurden bündig entlang der Traversenunterkante mit Klett und Kabelbinder befestigt. Die Gesamthöhe der Traversenkonstruktion betrug 6m, die Außenkante des Kranzes war 14x14m groß. Die Bühne wurde ausschließlich aus Gitterpodesten gebaut und hatte eine Grundfläche von 5x5m. Unterbaut wurde das Podest mit Nebelmaschinen und Lichtern. Das darüber hinaus erweiterte Lichtkonzept wurde wie im Vorjahr mit Elias Asisi entwickelt.
Erd-Arbeit, 450x55cm
Demmin Kunstnacht, 07.05.2022
Diese Arbeit ist ein Abdruck des Erdreiches mit einer negativen Ausformulierung der Erde. Die Form der Rinne wird in den Boden gegraben, wobei Steinstrukturen aufgenommen und durch den Abdruck sichtbar gemacht werden. Nachdem die Form definiert ist, werden die Hohlräume mit trockenem Beton und Bewehrungsstahl gefüllt und mit Wasser übergossen. Mindestens zwei Tage muss der Abdruck trocknen und aushärten. Der Abdruck der Rinne wird vorsichtig ausgegraben, gewendet und von anhaftender Erde befreit. Nach einer weiteren Trocknungsphase wird die Rinne erneut gereinigt, mit Kolophonium bestäubt und durch Hitze glasiert.
17.06.2022
17.06.2022
Szenografie für das Schauspielhaus Graz
Premiere: 10.03.2022
Regie: Jan Koslowski & Nele Stuhler
Kostüm: Marilena Büld
Video Produktion: Tara Afsah
Dramaturgie: Daniel Grünauer
Regie Assistenz: Sebastian Klinser
Musikalische Leitung: Bernhard Neumaier
Ein Stück vom Wald nach Anton Tschechows „Der Waldschrat“
Das Familienoberhaupt des Hauses Hölzl, der Waldschrat George, ist tot und hinterlässt seiner Witwe und Familie einen Forst als Erbe. Dorthin werden die zerstrittenen Familienmitglieder unter einem Vorwand bestellt. Kurz vor Sonnenuntergang finden sich die beiden Kinder des Toten, Hens Elle und Gret Elle, Georgs Bruder Johann samt Kind Herzeleid, die Witwe Anastasia sowie die Hexe Roxi ein. Das Testament wird verlesen, darin festgehalten die Aufgabe für den disparaten Familienverband: eine Nacht gemeinsam im Wald verbringen.
Auf der Bühne des Forsts der Finsternis steht in mitten großer Baum mit leuchtendem Augen. Die Baumkrone und der Stamm werden durch 668 herunterhängen Schnüre in Form gebracht. Es kann durch den Baum hindurchgetreten werden. Umschlossen ist der Baum von einem großen runden Tisch und kleinen Käferhockern. Links vom Baum steht ein 2,5m hoher Hochsitz. Rechts davon steht ein großer Holzcontainer, der mit Nesselstoff verkleidet ist. Die äußere Schicht der Verkleidung kann für weitere Projektionen abgehangen werden. Das gesamte Bühnenbild ist grün und wurde abschließend mit einer UV-Farbe beschichtet. Beim einschalten zweier Schwarzlichtleuchten strahlt das Bühnenbild von selbst.
GEHWEG 1
Bodenplatte, 159x36cm, Muschelkalk
Galerie Anton Janizewski, 13.11.2021
Die aufgeschnittene Bodenplatte Gehweg 1 ist aus einem Muschelkalk in Kirschheim gefertigt. Das 1cm tiefe Relief wurde in die Oberfläche geschnitten & geschlagen. Seine Oberfläche ist gleichmäßig mit einem Rundeisen bearbeitet. Die Platte wurde während der Gruppenausstellung 'Feelings are Real (It's True)' vom 13.11.2021 - 16.01.2022 in der Galerie Anton Janizewski gezeigt. Die Ausstellung wurde von Olga Hohmann & Jan Koslowski moderiert und kuratiert.
Szenografie & Kostüm für die Festspiel am Plötzensee mit Marilena Büld
Premiere: 23.10.2021
Regie: Jan Koslowski
Dramaturgie: Leonie Hahn
Diesseits von Gut & Böse ist die zweite Theaterproduktion der Festspiele am Plötzensee. Zieht euch warm an! war das Motto des maroden Themenparks in der Off-Season, dem kein konkretes Thema mehr einfällt. Der Themenpark Diesseits, der mal ein wunderbarer, alltagsfremder Ort gewesen sein muss, versucht seine Wirtschaftlichkeit zu bewahren, um bleiben zu können.
Marilena Büld & Lukas Kesler entwarfen einen großen Smiley als Mittelpunkt des Stückes am Eingang des Parks. Ein Stahlgerüst, mit Blech verkleidet und Lackiert. Der gesamte Bühnenboden wurde mit Gummigranulatmatten ausgelegt. Der Horizont mit einer 10m breiten Projektionsgaze abgehangen. Der Bierwagen wurde im Inneren bespielt und auf die Außenseite wurde die Live-Kamera projiziert. Die gesamte Herstellung der Bühne wurde mit der Hilfe von Maria Nesterowa, Mina Bonakdar, Cyrill & Leander Kreißl gefertigt. Die Schweißarbeiten durch Max Scheck erledigt.
Die Festspiele am Plötzensee sind eine Veranstaltungsreihe von Berliner Künstler*innen in Koproduktion mit dem Ballhaus Ost und in Kooperation mit dem Strandbad Plötzensee. Das Projekt ist Teil der Initiative Draussenstadt, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie die Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung.
HOCHZEIT
Szenografie, BMA Festival, Schlossbühne
Schloss Broock, 03.09.2021 - 05.09.2021
Für das erste Jahr des BMA Festivals in Alt Tellin entwarf Lukas Kesler eine Bühne aus sechs 50m lange Fahnen aus weißem Baustellen-Gewirk. Diese wurde vom Bühnendach in die die obersten Fenster des Schlossen hinein gespannt. Alt Tellin ist eines der windreichsten Gebiete Deutschlands und bestimmte dadurch Bühnenbild beim hindurch wehen. Nur die Oberkante der langen Fahnen wurden mit einem Seil verstärkt, weshalb die Ausbildung eines Segels ausgeschlossen blieb. Das Lichtkonzept wurde von Elias Asisi entworfen.
ABLAUFPLATTE
Bodenplatte, 210x55cm, Portugiesischer Estremoz
Autohaus Autohaus, 27.08.2021
Diese Bodenarbeit ist eine ehemalige Treppenstufe aus dem Hellenistischen Saal im Berliner Pergamon Museum. Diese und weitere Platten wurde im Juni 2021 im Zuge der Renovierungsarbeiten vom Museum verschenkt und herzlichst entgegengenommen. Die Platte ist in drei Teile zerlegt und wird von einer Rinne durchfahren. Die Ablaufplatte ist 2,1m lang und 55cm breit. Ende August wurde sie in einer Gruppenausstellung mit Silke Berg, Catharina Szonn & René Wagner im Autohaus Autohaus in Kassel gezeigt.
SCHWEBENDE STUFEN
Öffentliche Skulptur, 70x50cm, Kalkstein
Westahfenkanal, 30.05.2021
Im Mai 2021 stellt Lukas Kesler die Schwebenden Stufen öffentlich und dauerhaft zugänglich zwischen der A100 & dem Westhafenkanal in Berlin aus. Die Arbeit ist eine Zusammensetzung aus vier Blöcken. Die Formation ist fast gänzlich in einen Hang versenkt. Nur die Oberseiten der gehauenen Kalksteine sind zu sehen.
RINNE 1,2,3
Öffentliche Skulpturen, roter Sandstein
Saatwinklerdamm, 12.12.2020
Im Dezember 2020 wird die Serie ‘Rinne 1,2,3’ öffentlich an der A111/Höhe Saatwinklerdamm ausgestellt und ist seitdem dauerhaft zugänglich. Das Rohmaterial der drei Rinnen sind ein Geschenk des Steinmetzes Matthias Heinz gewesen. Die roten Sandsteine sind von Hand gefertigt und wurden mit einem gegossenen Fundament fest verankert.
ZUM SPÄTI AN DER PLÖTZE
Bühnenbild für die Festspiele am Plötzensee
Premiere: 01.08.2020
Regie: Jan Koslowski
Dramaturgie: Leonie Hahn
Kostüm: Marilena Büld
Das Stück ‘Zum Späti an der Plötze’ wurde von Jan Koslowski mit der Dramaturgien von Leonie Hahn geschrieben. Es ist eine Stückentwicklung, die sich mit dem Strandbad als Projektionsfläche für urbanen Lebensraum auseinandersetzt, der Frage nach öffentlichen Räumen in unserer Stadt sucht und ganz nebenbei auch die Reise einer durstigen Meute zu sich selbst ist.
Lukas Kesler entwarf und baute das Bühnenbild mit der Unterstützung von Maria Nesterowa und Cyrill Kreißl. Im Zentrum stehen die fünf Bögen, die wie Sandburgen aus dem Boden ragen. Die Unterkonstruktion der Bögen ist aus Holz gefertigt und wurde mit einem rauen beigen Teppich überzogen. Die freie Produktion wurde Ehrenamtlich vom Team der ‘Festspiele am Plötzensee’ über den Sommer 2020 ins Leben gerufen und finanzierte sich selbst.
Gr. BERNSTEINSEE
Erd-Arbeit, d=2m, Lehm & Kolophonium
FaP, 31.07.2020
Für die Arbeit ‘Gr. Bernsteinsee’ grub Lukas Kesler eine 2 Meter große Grube für die Gruppenausstellung ‘Fico di Amalfi’. Die Grube verkleidete er mit einer dicken Schicht Lehm. Lies diese trocknen und brannte die Lehmmulde an Ort und Stelle aus. Dann puderte er die Keramik mit sehr feinem Kolophonium (kristallines Baumharz) ein und brannte die Mulde erneut. Die große Mulde überzog sich mit einer braun glänzenden Schicht. Im Laufe der einwöchigen Ausstellung brach nicht nur das Licht in dessen Oberfläche, die Feuchtigkeit aus dem sandigen Untergrund drang durch den Lehm hindurch und baute Spannung auf und im Schein der Sonne wieder ab. Es bildeten sich zu Teilen tiefe Furchen aber auch winzig kleine Haarrisse in der Oberfläche des Kolophoniums. Selbst der Sauerstoff tat daran den ‘Gr. Bernsteinsee’ an einem Morgen in ein matt, silbriges Blau zu verwandeln. Bis hin, als der Lehm sich wieder seiner gesamten Feuchte annahm, verschlang er nach und nach das zerbrochene Harz.
SAISONERÖFFNUNG
Performance mit Olga Hohmann & Lea Hopp, 180min
Galerie Anton Janizewski, 05.06.2020
Lea Hopp, Olga Hohmann & Lukas Kesler ‘eröffneten die Saison’ mit einer textbasierten Installation ohne Anfang und Ende. Die auftauchenden, verschwindenden und wieder auftauchenden „Short Stories“ scheinen unzusammenhängende Beobachtungen zu sein. Auf den zweiten Blick aber offenbaren sich die Zusammenhänge – die sich, ebenfalls, bei längerem Zuhören erneut aufzulösen scheinen. Damit markieren sie die Schwellensituation zwischen Isolation und wieder eintretender Öffentlichkeit: Nur in kleinen Gruppen durfte der Raum betreten werden. Es scheint alles wie vor der Isolation zu sein – unter der Alltäglichkeit aber schlummert noch immer die Verbindlichkeit des Unsichtbaren. Auch in den Texten geht es um den Einbruch des Ausnahmezustandes in die scheinbare Normalität – sowie um das Selbstverständliche in der Ausnahme. Den Rahmen für die gesprochene Text-Installation bildet ein Tableau Vivant, das ebenfalls Bezug zu Fragen der Öffentlichkeit und zur Umkehr von Innen und Außen nimmt. Das dreistündige Bewegtbild, das nur im Turnus besichtigt werden konnte, positioniert sich zwischen sportlicher Verausgabung und spleeniger Freizeitbeschäftigung.
SCHLEUDER & MULDE
Öffentliche Performance & Erd-Arbeit, 180min
Berlin Tiergarten, 10.11.2019
In der Performance ‘Schleuder & Mulde’ zog Lukas Kesler etwa drei Stunden lang einen 100 Kilogramm schweren Granit-Stein in sieben Meter Höhe hinauf und ließ ihn wiederholt auf den Boden fallen. Er produzierte dabei eine dichte Mulde, welche die eigentliche Skulptur dieser Arbeit ist. Das Dreibein aus Kiefernstämmen des Bucher Forsts, der Stein aus dem brandenburgischen Umland und die vierfacheSeilwinde waren dafür nur das Werkzeug. Der erste Einschlag war ernüchternd, der rasenüberzogene Boden erlitt zunächst keinen wirklichen Schaden. Doch mit jedem Schlag wurde aus einem dunklen Fleck Erde eine immer tiefer werdende Mulde. Der Stein fiel mit jedem Einfall ganz passgenau in sein umschlungenes Nest, dass der Granit sich selber schuf. Lukas Kesler wiederholte dies so lang, bis die Dunkelheit die Mulde auf dem Rasen verschlang und der Stein zur hälfte im Boden verschwand.
DIE LEIDEN DER JUNGEN WÄRTER
Bühnenbild für das Schauspielhaus Graz
Premiere: 27.09.2019
Regie: Jan Koslowski
Dramaturgie: Nele Stuhler
Kostüm: Marilena Büld
Es ist das dritte Ausbildungsjahr auf der Security-Academy, Auftritt Wilhelm – auf der Suche nach Werthern, einem angehenden Wärter. Aber der Freund mit besonderer Begabung für emotionales Durcheinander ist nicht auffindbar; die einzigen, auf die Werthers Brieffreund in der Institution trifft, ist eine Schar vom Werther verwirrter junger Wärter-Anwärter. Und alle denken sie, wie Wilhelm, sehnsüchtig an ihren liebenswerten, aber leider entschwundenen Werther. Schließlich hat er ihnen allen glaubhaft versichert, etwas ganz Besonderes zu sein – obwohl das ja eher ungewöhnlich ist, soviel Besonderheit auf einem Fleck. „Die Leiden der jungen Wärter“ ist ein Stück über Leiden und Sehnen und Liebe und Freundschaft und Jugend und Hype und Sicherheit und hier und jetzt. Irgendwo zwischen schwedischem Möbelhaus, Sauna und Soziologieseminar. Inszeniert und geschrieben wird das Stück von Jan Koslowski und Nele Stuhler, die mit Slapstick, Sprachwitz und Theatralik den alten Klassiker neu überschreiben.
Schauspiel: Patrick Firmin Bimazubute, Romain Clavareau, Paul Enev, Alina Haushammer, Fanny Holzer, Carmen Kirschner, Ioana Nitulescu, Nataya Sam & Mia Wiederstein
WILD WEST
Performance mit Olga Hohmann, 70min
Kunsthalle Osnabrück, 06.04.2019
Seit 1500 sind weltweit über zweihundert Vogelarten ausgestorben. Darüber hinaus gilt eine unbekannte Zahl als verschollen. In Europa ist in historischer Zeit nur eine für immer verschwunden - der Riesenalk. In der Performance ‘Wild West’ haben Olga Hohmann & Lukas Kesler die gesamte Liste dieser 265 Vogelarten, die seit 1500 ausgestorben sind, Stück für Stück nachgesungen. Die Pfeiftöne und Imitationen orientieren sich an den realen Vogelgesängen, blieben aber dennoch fiktiv. ‘Wild West’ war ein Requiem für all die gefiederten Tiere, die in der Vergangenheit verschwunden sind. Ihre laut vorgelesenen Namen klingen fast so melodiös wie die Töne, die sie von sich geben. Unser Extinct- Bird-Soundtrack ist zwar Gedenkmusik, aber auch ein zukunftsweisendes Musikstück - Wissenschaftler prognostizieren, dass bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mindestens zehn Vogelarten pro Jahr aussterben werden.
PREUSSENMUSEUM MINDEN
Szenografie & Ausführungsplanung für den LWL-Kulturausschuss
Team: Anne Kummetz, Jakob Blazejczak, Johann Jörg & Lukas Kesler
Beginn: Sommer 2018
voraussichtliche Eröffnung: September 2022
Budget: 3.100.000 Euro
LAST SUPPER
Flug Performance mit Olga Hohmann & Lea Hopp
Flugplatz Saarmund, 16.06.2018
Neben der Aufführung ‘Tears - An Evening for Friends’ verlosten Olga Hohmann, Lea Hopp & Lukas Kesler 12Rundflüge über Brandenburg in einer Cessna-Maschine. Während des Fluges erhielten die 12 Gewinner*innen das Abendmahl, bestehend aus Brot und Wein. Sechs mal startete und landete die Maschine, um jeweils zwei Jünglinge in die Höhen zu entführen, das Leib Jesu zu brechen und sein Blut zu vergießen.
Lukas Kesler wurde 1989 in Berlin geboren und ist Szenograf & Bildhauer. Er absolvierte 2015 seinen Bachelor in Architektur an der Technischen Universität Berlin. Im Anschluss lebte und arbeitete er in Vancouver, Kanada und schloss 2018 den Master in Bühnenbild & Szenografie ab. Seit 2019 arbeitet Lukas Kesler in der Werkstatt des Steinmetzes Matthias Heinz und setz Grabsteine auf Berlins Friedhöfen und seine eigenen Arbeiten an Nicht-Orten. Parallel arbeitet er für das Schauspielhaus Gras, dem Ballhaus Ost und ist zusammen mit Marilena Büld Ausstattungsleiter der Festspiele am Plötzensee.
LONG GOODBYE
Scenografie für eine Audio Installation im HAU, 15min
von Amar Halilovic & Clara Heinrich
Podest mit 3 Schichten Schafswolle, Holzwände mit Teppich bezogen & ein leuchtendes Scharf
Produktion: Showcase Beat Le Mot
Hebbel am Ufer, HAU1, Berlin
Dezember 2024 - Januar 2025
Photos: Amelie Amei
Video: Cajus Kesler
Ein Eingang zur Tribüne im Ostflügel des Theaters ist mit einer 2x2x3 Meter großen, offenen Box verbaut. Darin befindet sich ein passgenaues Podest, dessen Boden mit drei Schichten kardierter Schafwolle ausgelegt ist. Die Holzwände sind mit weißem Teppich bezogen. In der Mitte liegt ein in sich leuchtendes Lamm. Die Gäste betreten den kleinen Raum und hören die Audioarbeit des Musikers Amar Halilovic und der Autorin Clara Heinrich. Begleitet von einer 15-minütigen, musikalischen Komposition, sprechen beide abwechselnd über ihren Alltag und zitieren aus eigenen sowie verwandten Texten. Die Installation läuft in Schleife und ist Teil einer Reihe von Arbeiten, die vom Kollektiv Showcase Beat Le Mot zusammengetragen wurden. Der etwa einstündige Abend trug den Übertitel „Raven“ und befasste sich ausschließlich mit der Krankheit ME/CFS. Alle beteiligten Künstler:innen sind unmittelbar oder indirekt von der Krankheit betroffen.
BLUTMOND
Szenografie & Konzept, NOG, Seebühne, Music Festival
mit Hannes Hehemann
Licht: Luis Löffler & Tobias Fricke
Laser: Elias Asisi
Grünefeld, 19.07.2024 - 21.07.2024
30 Jahren Nation of Gondwana. und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Besucher:innen sowie die Künster:innen gemeinsam auf die Bühne zu holen. Gemeinsam vor einen 4m hohen & roten Vorhang stehen sie zusammen auf der Terrasse des Lager-Bungalows. Der Vorhang ist knapp 60m Lang und ist hinterleuchtet. Das Material besteht aus roter Baugaze (160 g/m²) mit einer Maschengröße von ca. 1x2mm.
Über den restlichen Besucher:innen schwebt eine im Durchmesser 4m große Mondscheibe. Sie ist mit dem selben Material bespannt. In der Mythologie steht er sinnbildlich für eine nahende Veränderung und die Wiedergeburt.
Technisch ist er mit 6mm Drahtseilen überkreuzt von den umlegenden Bäumen abgespannt. Ausgestattet mit einem kugelgelagertem Wirbel, dreht sich der Mond sanft vom Wind allein. Auf dem Mond tanzen die Pyonen mithilfe eines lichtstarken Lasers, welcher auch bei Tageslicht sichtbar ist.
Im Fall von extremen Wetterbedingungen sind die Beschläge so gewählt worden, dass das Herablassen des Mondes auch während des Betriebs durchgeführt werden kann.
Der gesamten Tanzbereich ist umkesselt von mehreren treppenartigen Terrassen, die das offene Wurzelwerk der Bäume überbaut und ebenfalls hinterleuchtet ist.
Szenografie für das Theater Aachen
Premiere 25.05.2024
Spielzeit 24/25
Kostüme: Anna Philippa Müller
Regie & Text: Stuhler Koslowski
Photos: Amelie Amei Kahn-Ackermann
Eine Tasche, eine Hütte, ein Salon. Mitten auf einer verschneiten Lichtung liegt der Salon direkt an einem zugefrorenen See. Er ist 7x7m groß im Grundriss. Über eine Veranda gelangt man in das Innere des Salons. Direkt in der Küche mit großen Ofen und einen Kamin der keine Ende findet. Im Wohnzimmer steht ein schwarzer trauriger Esstisch mit schwarzen Hockern. Am Wohnzimmer vorbei geht es in das Schlafzimmer. Siebener Hochbett, ein Bett zu wenig. Der Salon steht auf einer Drehbühne. Eine 5x7m große Gaze bespannt eine Seite des Daches. Die Gaze besteht aus naturbelassenen Voile und wird auch als Projektionsfläche genutzt. Beleuchtet man wiederum das innere des Hauses, gewehrt es ein gedämpften Blick in den Salon. Vor dem Salon führt ein kleiner Steg in den See hinein. Abgestorbene Bäume, fest im See verfroren
Der Horizont ist mit einer weißen Opera für Rück-Pros verhangen. Direkt davor eine schwarze Gaze, um die Opera in Dunkelheit zu versetzen, wenn sie nicht bespielt wird. Eine weitere schwarze Gaze im Zug Null wird als Auf-Pro verwendet. Zusammen mit der Schalldecke und der Live-Kamera taucht man tiefer in den Salon hinein und verliert sich in der Einrichtung und den Gesichtsausdrücken der Spieler:innen.
EXT. VERSION: THE FLYING DUTCHMAN
Scenografie für die Deutsche Oper Berlin
11.11.2023
Regie: Jan Koslowski
Fotos: Amelie Kahn-Ackermann
Für die 10h Veranstaltung in der Tischlerei der Deutschen Oper, entwickelte Lukas Kesler einen Ort der zehn verschiedene Performances eine Bühne bat. Im Mittelpunkt ein 7x12 m großer, beige farbender Teppich. Ein Strand auf dem alles stattfand und wie in Sand gemalt, konnten Elemente aus dem Teppich mit Klettverbindungen herausgenommen werden. Am Kopfe des Strandes ein Erhöhung für die Musiker:innen und ein Rückprojektion, welche auch als riesige Leuchtwand verwendet wurde. Die Tribüne war U-förmig um den Teppich angeordnet, zum Teil wurde dem Publikum angeboten, sich auch auf dem Teppich aufzuhalten können. Der Abend bot Konzerte, Theaterstücke, Performances und Lesungen.
2-4-1 BUNGALOW
Szenografie & Konzept, NoG Festival, Waldbühne
w/ Carlotta Meyer & Hannes Hehemann
Grünefeld, 21.07.2023 - 23.07.2023
Für das zweite Jahr der Waldbühne der Nation wurde das Lager-Bungalow des Geländes mit Ring-Gerüsten nachgebaut und innen mit einer weißen Baugaze (160 g/m²) bespannt. Die Eingänge und Fenster wurden gemäß des Originals ausgespart. Die Gaze steigt entlang der Dachkante von 2,70m auf 3,00m an. Das Innenmaß beläuft sich auf 13x15m mit drei Türen, zwei Fenstern und einer Tür zum Backstage. Die Wand ist 50cm stark. Die Bäume des Waldes wurde integriert und umbaut. Ausschließlich die Bühne ist mit einem flachen Keder-Dach verdeckt und an der Oberkante des Gerüstes befästigt. Außen wird das Bungalow von einer L-Förmigen Sitzbank umrahmt. Das Lichtkonzept wurde mitentworfen und wurde von Moe Nagasi & Nick Balaklo gefahren. Durch eine besonders helle Beleuchtung im Inneren konnte von außen in das Bungalow hineingeschaut werden. Das Fassungsvermögen im Inneren waren ca. 800 Personen. Getanzt wurde innen und außen.
Öffentliche Skulpturen, 105x95cm, roter Sandstein
Waldstadt, Karlsruhe, 09.10.2022
Für die Ausstellung A Place in the Woods wurden Lukas Kesler ehemals verbauter, roter Sandstein von einem Abriss zur Verfügung gestellt. Unter den Augen der im Wald installierten Kamera des Ausstellungsraumes, befreite er den Stein zunächst von alter Farbe und ehemaligen Ausbesserungen. Anschließend schlug er 16cm große Aussparungen in beide Enden der Steine. Diese wurden dann nahezu Ebenerdig und in sich greifend im Boden vergraben. Ähnlich wie seine bisherigen Arbeiten im öffentlichen Raum, wurde der Roten Rahmen so platziert, dass dieser nicht klar als eine neu gesetzte Arbeit erscheint.
HAPPY BIRTHDY
Performance & Audio Installation, 33min
St. Georgen Kirche, Wismar, 01.10.2022 - 30.10.2022
In einer repetitiven Soundaufnahme setzen sich Lukas Kesler und Olga Hohmann mit dem Archiv aller in der Wismarer Werft gebauten Schiffe auseinander. Die gesamte Liste der Schiffe wird in einer Art klagendem Choral vorgetragen, ein Requiem für die, in verschiedenste Kontinente verabschiedeten, Schiffe. Die Namen der jeweiligen Schiffe werden chronologisch nacheinander von Olga Hohmann aufgesagt.
Begleitet wird dies mit der Melodie von Viel Glück & viel Segen, in verschiedenen Tonlagen & Tempi. Die ohnehin profanierte Kirche erfährt in der Umdeutung der einem bekannt scheinenden Melodie eine Art Umweihung (anstelle einer Entweihung).
Dazu stellt Lukas Kesler mit fünf verschieden Tonhöhen aus einer ordinären Flaschenorgel das Hupen der benannten Schiffe nach. Mit den Geräuschen, die bei dem Pusten in die Wasserflaschen entstehen, auch eine Art Bezugnahme auf die fehlende Orgel de St. Georgen Kirche.
Die Arbeit ist als Audio-Installation mit nur zwei Geräuschquellen im Raum eingerichtet. Der Gesang und das Pfeifen der Flaschen überlagert sich repetitiv zu einer tragischen Kakophonie und greift in verschiedener Intensität in den gesamten Kirchenraum. Aus einer Nischen hinter einem Grabsteine ertönt mit klarer Stimmte chronologisch die Liste de erbauten Schiffe. Die 33 minütigen Arbeit pausiert im Anschluss für eine halbe Stunde.
Zu der Eröffnung der Ausstellung Auf Sicht Fahren von Katharina Hohmann wurde die Arbeit live aufgeführt.
Motor, 31x8x8cm
2322 Büro, 14.09.2022 - 18.09.2022
Der drehende Deckel der Flasche unterscheidet sich recht stark zu den letzten Arbeiten von Lukas Kesler, ist jedoch mit dem Ursprung seiner ersten öffentlichen Arbeit mehr verbunden, als die Arbeiten aus Lehm, Stein oder Beton. Die Idee stammt aus dem Jahr 2017 und zeigt einen nervösen Deckel der immer weiter in die geöffnete Richtung der Flasche dreht. Der Deckel wird von einem 6V Getriebemotor mit 10 Umdrehungen/Minute gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Der Motor hängt im Flaschenkopf. Das Stromkabel verläuft durch das Innere der Flasche hinaus an einen einen 4xAA-Batterieschuh mit Ein- & Ausschalter.
4er PAVILLON
Szenografie, BMA Festival, Schlossbühne
Schloss Broock, 18.08.2022 - 21.08.2022
Im zweiten Jahr des BMA Festivals wurde für die deutlich größere Bühne von einem offenen Pavillon überdacht. An dem rundum 3,5m auskragenden Dach hingen 3m lange Lichtgraue Taft-Stoffstreifen hinunter. Die 1m breiten Streifen (Plasmaschnitt) wurden bündig entlang der Traversenunterkante mit Klett und Kabelbinder befestigt. Die Gesamthöhe der Traversenkonstruktion betrug 6m, die Außenkante des Kranzes war 14x14m groß. Die Bühne wurde ausschließlich aus Gitterpodesten gebaut und hatte eine Grundfläche von 5x5m. Unterbaut wurde das Podest mit Nebelmaschinen und Lichtern. Das darüber hinaus erweiterte Lichtkonzept wurde wie im Vorjahr mit Elias Asisi entwickelt.
Erd-Arbeit, 450x55cm
Demmin Kunstnacht, 07.05.2022
Diese Arbeit ist ein Abdruck des Erdreiches mit einer negativen Ausformulierung der Erde. Die Form der Rinne wird in den Boden gegraben, wobei Steinstrukturen aufgenommen und durch den Abdruck sichtbar gemacht werden. Nachdem die Form definiert ist, werden die Hohlräume mit trockenem Beton und Bewehrungsstahl gefüllt und mit Wasser übergossen. Mindestens zwei Tage muss der Abdruck trocknen und aushärten. Der Abdruck der Rinne wird vorsichtig ausgegraben, gewendet und von anhaftender Erde befreit. Nach einer weiteren Trocknungsphase wird die Rinne erneut gereinigt, mit Kolophonium bestäubt und durch Hitze glasiert.
17.06.2022
17.06.2022
Szenografie für das Schauspielhaus Graz
Premiere: 10.03.2022
Regie: Jan Koslowski & Nele Stuhler
Kostüm: Marilena Büld
Video Produktion: Tara Afsah
Dramaturgie: Daniel Grünauer
Regie Assistenz: Sebastian Klinser
Musikalische Leitung: Bernhard Neumaier
Ein Stück vom Wald nach Anton Tschechows „Der Waldschrat“
Das Familienoberhaupt des Hauses Hölzl, der Waldschrat George, ist tot und hinterlässt seiner Witwe und Familie einen Forst als Erbe. Dorthin werden die zerstrittenen Familienmitglieder unter einem Vorwand bestellt. Kurz vor Sonnenuntergang finden sich die beiden Kinder des Toten, Hens Elle und Gret Elle, Georgs Bruder Johann samt Kind Herzeleid, die Witwe Anastasia sowie die Hexe Roxi ein. Das Testament wird verlesen, darin festgehalten die Aufgabe für den disparaten Familienverband: eine Nacht gemeinsam im Wald verbringen.
Auf der Bühne des Forsts der Finsternis steht in mitten großer Baum mit leuchtendem Augen. Die Baumkrone und der Stamm werden durch 668 herunterhängen Schnüre in Form gebracht. Es kann durch den Baum hindurchgetreten werden. Umschlossen ist der Baum von einem großen runden Tisch und kleinen Käferhockern. Links vom Baum steht ein 2,5m hoher Hochsitz. Rechts davon steht ein großer Holzcontainer, der mit Nesselstoff verkleidet ist. Die äußere Schicht der Verkleidung kann für weitere Projektionen abgehangen werden. Das gesamte Bühnenbild ist grün und wurde abschließend mit einer UV-Farbe beschichtet. Beim einschalten zweier Schwarzlichtleuchten strahlt das Bühnenbild von selbst.
GEHWEG 1
Bodenplatte, 159x36cm, Muschelkalk
Galerie Anton Janizewski, 13.11.2021
Die aufgeschnittene Bodenplatte Gehweg 1 ist aus einem Muschelkalk in Kirschheim gefertigt. Das 1cm tiefe Relief wurde in die Oberfläche geschnitten & geschlagen. Seine Oberfläche ist gleichmäßig mit einem Rundeisen bearbeitet. Die Platte wurde während der Gruppenausstellung 'Feelings are Real (It's True)' vom 13.11.2021 - 16.01.2022 in der Galerie Anton Janizewski gezeigt. Die Ausstellung wurde von Olga Hohmann & Jan Koslowski moderiert und kuratiert.
Szenografie & Kostüm für die Festspiel am Plötzensee mit Marilena Büld
Premiere: 23.10.2021
Regie: Jan Koslowski
Dramaturgie: Leonie Hahn
Diesseits von Gut & Böse ist die zweite Theaterproduktion der Festspiele am Plötzensee. Zieht euch warm an! war das Motto des maroden Themenparks in der Off-Season, dem kein konkretes Thema mehr einfällt. Der Themenpark Diesseits, der mal ein wunderbarer, alltagsfremder Ort gewesen sein muss, versucht seine Wirtschaftlichkeit zu bewahren, um bleiben zu können.
Marilena Büld & Lukas Kesler entwarfen einen großen Smiley als Mittelpunkt des Stückes am Eingang des Parks. Ein Stahlgerüst, mit Blech verkleidet und Lackiert. Der gesamte Bühnenboden wurde mit Gummigranulatmatten ausgelegt. Der Horizont mit einer 10m breiten Projektionsgaze abgehangen. Der Bierwagen wurde im Inneren bespielt und auf die Außenseite wurde die Live-Kamera projiziert. Die gesamte Herstellung der Bühne wurde mit der Hilfe von Maria Nesterowa, Mina Bonakdar, Cyrill & Leander Kreißl gefertigt. Die Schweißarbeiten durch Max Scheck erledigt.
Die Festspiele am Plötzensee sind eine Veranstaltungsreihe von Berliner Künstler*innen in Koproduktion mit dem Ballhaus Ost und in Kooperation mit dem Strandbad Plötzensee. Das Projekt ist Teil der Initiative Draussenstadt, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie die Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung.
HOCHZEIT
Szenografie, BMA Festival, Schlossbühne
Schloss Broock, 03.09.2021 - 05.09.2021
Für das erste Jahr des BMA Festivals in Alt Tellin entwarf Lukas Kesler eine Bühne aus sechs 50m lange Fahnen aus weißem Baustellen-Gewirk. Diese wurde vom Bühnendach in die die obersten Fenster des Schlossen hinein gespannt. Alt Tellin ist eines der windreichsten Gebiete Deutschlands und bestimmte dadurch Bühnenbild beim hindurch wehen. Nur die Oberkante der langen Fahnen wurden mit einem Seil verstärkt, weshalb die Ausbildung eines Segels ausgeschlossen blieb. Das Lichtkonzept wurde von Elias Asisi entworfen.
ABLAUFPLATTE
Bodenplatte, 210x55cm, Portugiesischer Estremoz
Autohaus Autohaus, 27.08.2021
Diese Bodenarbeit ist eine ehemalige Treppenstufe aus dem Hellenistischen Saal im Berliner Pergamon Museum. Diese und weitere Platten wurde im Juni 2021 im Zuge der Renovierungsarbeiten vom Museum verschenkt und herzlichst entgegengenommen. Die Platte ist in drei Teile zerlegt und wird von einer Rinne durchfahren. Die Ablaufplatte ist 2,1m lang und 55cm breit. Ende August wurde sie in einer Gruppenausstellung mit Silke Berg, Catharina Szonn & René Wagner im Autohaus Autohaus in Kassel gezeigt.
SCHWEBENDE STUFEN
Öffentliche Skulptur, 70x50cm, Kalkstein
Westahfenkanal, 30.05.2021
Im Mai 2021 stellt Lukas Kesler die Schwebenden Stufen öffentlich und dauerhaft zugänglich zwischen der A100 & dem Westhafenkanal in Berlin aus. Die Arbeit ist eine Zusammensetzung aus vier Blöcken. Die Formation ist fast gänzlich in einen Hang versenkt. Nur die Oberseiten der gehauenen Kalksteine sind zu sehen.
RINNE 1,2,3
Öffentliche Skulpturen, roter Sandstein
Saatwinklerdamm, 12.12.2020
Im Dezember 2020 wird die Serie ‘Rinne 1,2,3’ öffentlich an der A111/Höhe Saatwinklerdamm ausgestellt und ist seitdem dauerhaft zugänglich. Das Rohmaterial der drei Rinnen sind ein Geschenk des Steinmetzes Matthias Heinz gewesen. Die roten Sandsteine sind von Hand gefertigt und wurden mit einem gegossenen Fundament fest verankert.
ZUM SPÄTI AN DER PLÖTZE
Bühnenbild für die Festspiele am Plötzensee
Premiere: 01.08.2020
Regie: Jan Koslowski
Dramaturgie: Leonie Hahn
Kostüm: Marilena Büld
Das Stück ‘Zum Späti an der Plötze’ wurde von Jan Koslowski mit der Dramaturgien von Leonie Hahn geschrieben. Es ist eine Stückentwicklung, die sich mit dem Strandbad als Projektionsfläche für urbanen Lebensraum auseinandersetzt, der Frage nach öffentlichen Räumen in unserer Stadt sucht und ganz nebenbei auch die Reise einer durstigen Meute zu sich selbst ist.
Lukas Kesler entwarf und baute das Bühnenbild mit der Unterstützung von Maria Nesterowa und Cyrill Kreißl. Im Zentrum stehen die fünf Bögen, die wie Sandburgen aus dem Boden ragen. Die Unterkonstruktion der Bögen ist aus Holz gefertigt und wurde mit einem rauen beigen Teppich überzogen. Die freie Produktion wurde Ehrenamtlich vom Team der ‘Festspiele am Plötzensee’ über den Sommer 2020 ins Leben gerufen und finanzierte sich selbst.
Gr. BERNSTEINSEE
Erd-Arbeit, d=2m, Lehm & Kolophonium
FaP, 31.07.2020
Für die Arbeit ‘Gr. Bernsteinsee’ grub Lukas Kesler eine 2 Meter große Grube für die Gruppenausstellung ‘Fico di Amalfi’. Die Grube verkleidete er mit einer dicken Schicht Lehm. Lies diese trocknen und brannte die Lehmmulde an Ort und Stelle aus. Dann puderte er die Keramik mit sehr feinem Kolophonium (kristallines Baumharz) ein und brannte die Mulde erneut. Die große Mulde überzog sich mit einer braun glänzenden Schicht. Im Laufe der einwöchigen Ausstellung brach nicht nur das Licht in dessen Oberfläche, die Feuchtigkeit aus dem sandigen Untergrund drang durch den Lehm hindurch und baute Spannung auf und im Schein der Sonne wieder ab. Es bildeten sich zu Teilen tiefe Furchen aber auch winzig kleine Haarrisse in der Oberfläche des Kolophoniums. Selbst der Sauerstoff tat daran den ‘Gr. Bernsteinsee’ an einem Morgen in ein matt, silbriges Blau zu verwandeln. Bis hin, als der Lehm sich wieder seiner gesamten Feuchte annahm, verschlang er nach und nach das zerbrochene Harz.
SAISONERÖFFNUNG
Performance mit Olga Hohmann & Lea Hopp, 180min
Galerie Anton Janizewski, 05.06.2020
Lea Hopp, Olga Hohmann & Lukas Kesler ‘eröffneten die Saison’ mit einer textbasierten Installation ohne Anfang und Ende. Die auftauchenden, verschwindenden und wieder auftauchenden „Short Stories“ scheinen unzusammenhängende Beobachtungen zu sein. Auf den zweiten Blick aber offenbaren sich die Zusammenhänge – die sich, ebenfalls, bei längerem Zuhören erneut aufzulösen scheinen. Damit markieren sie die Schwellensituation zwischen Isolation und wieder eintretender Öffentlichkeit: Nur in kleinen Gruppen durfte der Raum betreten werden. Es scheint alles wie vor der Isolation zu sein – unter der Alltäglichkeit aber schlummert noch immer die Verbindlichkeit des Unsichtbaren. Auch in den Texten geht es um den Einbruch des Ausnahmezustandes in die scheinbare Normalität – sowie um das Selbstverständliche in der Ausnahme. Den Rahmen für die gesprochene Text-Installation bildet ein Tableau Vivant, das ebenfalls Bezug zu Fragen der Öffentlichkeit und zur Umkehr von Innen und Außen nimmt. Das dreistündige Bewegtbild, das nur im Turnus besichtigt werden konnte, positioniert sich zwischen sportlicher Verausgabung und spleeniger Freizeitbeschäftigung.
SCHLEUDER & MULDE
Öffentliche Performance & Erd-Arbeit, 180min
Berlin Tiergarten, 10.11.2019
In der Performance ‘Schleuder & Mulde’ zog Lukas Kesler etwa drei Stunden lang einen 100 Kilogramm schweren Granit-Stein in sieben Meter Höhe hinauf und ließ ihn wiederholt auf den Boden fallen. Er produzierte dabei eine dichte Mulde, welche die eigentliche Skulptur dieser Arbeit ist. Das Dreibein aus Kiefernstämmen des Bucher Forsts, der Stein aus dem brandenburgischen Umland und die vierfacheSeilwinde waren dafür nur das Werkzeug. Der erste Einschlag war ernüchternd, der rasenüberzogene Boden erlitt zunächst keinen wirklichen Schaden. Doch mit jedem Schlag wurde aus einem dunklen Fleck Erde eine immer tiefer werdende Mulde. Der Stein fiel mit jedem Einfall ganz passgenau in sein umschlungenes Nest, dass der Granit sich selber schuf. Lukas Kesler wiederholte dies so lang, bis die Dunkelheit die Mulde auf dem Rasen verschlang und der Stein zur hälfte im Boden verschwand.
DIE LEIDEN DER JUNGEN WÄRTER
Bühnenbild für das Schauspielhaus Graz
Premiere: 27.09.2019
Regie: Jan Koslowski
Dramaturgie: Nele Stuhler
Kostüm: Marilena Büld
Es ist das dritte Ausbildungsjahr auf der Security-Academy, Auftritt Wilhelm – auf der Suche nach Werthern, einem angehenden Wärter. Aber der Freund mit besonderer Begabung für emotionales Durcheinander ist nicht auffindbar; die einzigen, auf die Werthers Brieffreund in der Institution trifft, ist eine Schar vom Werther verwirrter junger Wärter-Anwärter. Und alle denken sie, wie Wilhelm, sehnsüchtig an ihren liebenswerten, aber leider entschwundenen Werther. Schließlich hat er ihnen allen glaubhaft versichert, etwas ganz Besonderes zu sein – obwohl das ja eher ungewöhnlich ist, soviel Besonderheit auf einem Fleck. „Die Leiden der jungen Wärter“ ist ein Stück über Leiden und Sehnen und Liebe und Freundschaft und Jugend und Hype und Sicherheit und hier und jetzt. Irgendwo zwischen schwedischem Möbelhaus, Sauna und Soziologieseminar. Inszeniert und geschrieben wird das Stück von Jan Koslowski und Nele Stuhler, die mit Slapstick, Sprachwitz und Theatralik den alten Klassiker neu überschreiben.
Schauspiel: Patrick Firmin Bimazubute, Romain Clavareau, Paul Enev, Alina Haushammer, Fanny Holzer, Carmen Kirschner, Ioana Nitulescu, Nataya Sam & Mia Wiederstein
WILD WEST
Performance mit Olga Hohmann, 70min
Kunsthalle Osnabrück, 06.04.2019
Seit 1500 sind weltweit über zweihundert Vogelarten ausgestorben. Darüber hinaus gilt eine unbekannte Zahl als verschollen. In Europa ist in historischer Zeit nur eine für immer verschwunden - der Riesenalk. In der Performance ‘Wild West’ haben Olga Hohmann & Lukas Kesler die gesamte Liste dieser 265 Vogelarten, die seit 1500 ausgestorben sind, Stück für Stück nachgesungen. Die Pfeiftöne und Imitationen orientieren sich an den realen Vogelgesängen, blieben aber dennoch fiktiv. ‘Wild West’ war ein Requiem für all die gefiederten Tiere, die in der Vergangenheit verschwunden sind. Ihre laut vorgelesenen Namen klingen fast so melodiös wie die Töne, die sie von sich geben. Unser Extinct- Bird-Soundtrack ist zwar Gedenkmusik, aber auch ein zukunftsweisendes Musikstück - Wissenschaftler prognostizieren, dass bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mindestens zehn Vogelarten pro Jahr aussterben werden.
PREUSSENMUSEUM MINDEN
Szenografie & Ausführungsplanung für den LWL-Kulturausschuss
Team: Anne Kummetz, Jakob Blazejczak, Johann Jörg & Lukas Kesler
Beginn: Sommer 2018
voraussichtliche Eröffnung: September 2022
Budget: 3.100.000 Euro
LAST SUPPER
Flug Performance mit Olga Hohmann & Lea Hopp
Flugplatz Saarmund, 16.06.2018
Neben der Aufführung ‘Tears - An Evening for Friends’ verlosten Olga Hohmann, Lea Hopp & Lukas Kesler 12Rundflüge über Brandenburg in einer Cessna-Maschine. Während des Fluges erhielten die 12 Gewinner*innen das Abendmahl, bestehend aus Brot und Wein. Sechs mal startete und landete die Maschine, um jeweils zwei Jünglinge in die Höhen zu entführen, das Leib Jesu zu brechen und sein Blut zu vergießen.